Leistung ist nicht Potenzial – Mit Prof. Dr. Stephan Fischer, Gründer von O+P Consult und Potenzialexperte #1
Shownotes
Was lässt Menschen wachsen?
Für Thomas Frey war schnell klar, mit wem „Auf Temperatur“ beginnen soll: mit Prof. Dr. Stephan Fischer.
Stephan hat O+P Consult vor 30 Jahren gegründet. Vor 25 Jahren haben sich die beiden kennengelernt, später hat Stephan das Unternehmen an Thomas Frey und Markus Hedrich übergeben. Aus der Zusammenarbeit ist längst eine Freundschaft geworden – und trotzdem gab es in diesem Gespräch noch Geschichten, die selbst Thomas so noch nicht kannte.
Es geht um Menschen, die etwas in uns sehen, bevor wir selbst es erkennen. Um Stephans Mutter, die ihm früh das Gefühl gab: „Das schaffst du.“ Um seinen Mentor Hansjörg Weitbrecht, der ihm Verantwortung überließ, ihm Raum gab und im Hintergrund da war. Und um die Frage, warum genau dieses Zutrauen oft der Moment ist, in dem Potenzial überhaupt erst wachsen kann.
Prof. Dr. Stephan Fischer spricht über 30 Jahre O+P, über Gründung und Loslassen, über Vertrauen, Wegbereiter und die Menschen, die ihn geprägt haben. Aber auch darüber, warum Leistung nicht automatisch Potenzial bedeutet, warum selbstbewusstes Auftreten uns täuschen kann – und worauf es wirklich ankommt, wenn wir Potenzial erkennen und entwickeln wollen.
Eine sehr persönliche erste Folge über einen Menschen, der O+P geprägt hat – und über einen Gedanken, der dieses Unternehmen bis heute begleitet:
In Menschen steckt oft mehr, als man auf den ersten Blick sieht.
„Auf Temperatur“ – der Podcast von O+P Consult über Potenzial, Entwicklung und die Menschen, die etwas in Bewegung bringen.
🎙️ Unser Gast: Prof. Dr. Stephan Fischer Prof. Dr. Stephan Fischer ist Gründer von O+P Consult, Professor für Personalmanagement und Organisationsberatung an der Hochschule Pforzheim und Leiter des Instituts für Personalforschung. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Potenzialmanagement, Organisationsentwicklung, agilen Organisationen und der Frage, was Menschen und Organisationen wirklich wachsen lässt.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Performance zu verwechseln mit Potenzial halte ich für einen der größten Fehler.
00:00:04: Und das zweite, dass wenn Menschen nur selbstbewusst auftreten und sagen ja ja das werde ich schon alles hinbekommen, dass daraus auch Potential abgeleitet wird.
00:00:15: Potential steckt in jedem Menschen!
00:00:17: Manchmal spürt man es selbst, manchmal erkennt es jemand anderes zuerst und macht den Weg frei.
00:00:23: In Auf Temperatur sprechen wir mit Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungspersönlichkeiten über genau diese Momente.
00:00:30: Überprägungen, Wegbereiter und Wendepunkte!
00:00:34: Wir sind Thomas Frey und Jessica Sander – und das ist Auf
00:00:47: Temperatur.
00:00:55: Tom, die erste Frage natürlich.
00:00:57: Wie geht es dir?
00:00:57: und vor allem bist du schon auf Temperatur?
00:01:00: Ja
00:01:00: ja ich bin voll auf Betriebstemperatur.
00:01:02: Ich freue mich riesig auf den ersten Podcast Und natürlich auch auf unseren ersten Gast.
00:01:07: Genau Und zum Auftakt gibt es wohl kaum jemand, der besser passt.
00:01:10: Er hat O&P vor dreißig Jahren gegründet ist Professor für Personalmanagement und Organisationsberatung an der Hochschule Forzheim leitet dort das Institut für Personalforschung und hat in einem Kundenprojekt weltweiter R Verantwortung getragen.
00:01:25: seit über fünfzehn Jahren Vorstund lehrt er zu den Fragen die auch diesen Podcast tragen wie zeigt sich Potenzial?
00:01:31: Und was lässt Menschen wachsen?
00:01:32: ich freue mich sehr dass wir heute ja bei ihm sein dürfen.
00:01:35: herzlich willkommen professor Dr.
00:01:37: Stefan Fischer, hallo Stephan!
00:01:38: Ich freue mich.
00:01:39: Hallo
00:01:39: Jessica und Tom vielen Dank dass ich derjenige sein darf wer als erstes mit euch auf Temperatur geht.
00:01:45: Ja unbedingt und ja ich freu mich wirklich sehr Stephan denn wir kennen uns jetzt schon seit über fünfundzwanzig Jahren Und ich glaube wir beide können sagen haben schon viel miteinander erlebt.
00:01:56: Du verbindest Praxisenwissenschaften und hast damit einen doppelten Blick auf Menschen sowie Organisationen.
00:02:01: Genau das ist es was dieser Podcast sein soll ein provincial orientierter Blick auf Menschen in Organisationen.
00:02:09: Sehr schön und wir starten ja ab heute, und in Zukunft immer mit einer These die auf unseren Gast zugeschnitten ist.
00:02:16: Und Stefan bist du bereit für deine These?
00:02:18: Bin sehr gespannt.
00:02:19: vielen Dank!
00:02:21: Wer Potenzial entwickeln will muss vorher Potential einstellen und ich glaube diese These müsst ihr eigentlich sogar bekannt vorkommen.
00:02:27: und die Frage ist stimmt sie?
00:02:30: Ich bin fest davon überzeugt, dass Potenzialentwicklung erst mal potenzielle Einstellungen benötigt.
00:02:35: Und das schaltet aber oftmals an bestimmten Aspekten.
00:02:38: zum einen wie sehe ich überhaupt, dass jemand Potenziale hat?
00:02:41: Wie kann ich so was identifizieren?
00:02:42: Ist es einfach nur durch Hand auflegen und schwierig... Und das Zweite ist, bin ich bereit Menschen einzustellen die höheres Potenzial haben als sich selbst.
00:02:51: Oder wir erleben ja ganz oft dass Menschen eher Leute einstellen die vielleicht nicht so viel Potenziale haben wie sie selbst damit dann diejenige oder diejenigen besonders groß wirkt und da glaube ich genau das Gegenteil ist der Fall.
00:03:02: also man sollte Menschen einstellen mit ganz ganz viel Potential.
00:03:04: Sehr
00:03:04: schön.
00:03:05: Da gehen wir nachher noch mal genauer drauf ein, wenn man über dich spricht dann kommen ja sofort viele Rollen Gründer von O&P Professor Forscher HR verantwortlicher.
00:03:14: aber uns interessiert zuerst natürlich der Mensch dahinter.
00:03:17: wer ist Stephan Fischer jenseits der Rollen und jenseit des Lebenslaufs also mehr auf die Haltung bezogen?
00:03:23: Hab ich mich auch sehr gefragt wer bin ich eigentlich und wie viele?
00:03:28: Wenn ich die Frage ernsthaft beantworte Dann bin ich jemand der keine Routine mag.
00:03:32: Ich mag nicht sagen fünfmal oder sechs mal machen.
00:03:35: Ich finde, neues Spannend Dinge aufzubauen find ich spannend.
00:03:39: so wie auch bei O&P ist es aufzubauern war toll.
00:03:42: Ich weiß gar nicht ob ich der richtige gewesen wäre für diese Phase, für den es dann den Tom gebraucht hat, der die OP dann auch weiter entwickelt hat.
00:03:51: Aufbauen also ich glaube Neues rausfinden neu Ideen denken, Dinge ausprobieren, aufbauen das ist was was mich zutiefst prägt.
00:03:58: Dankeschön!
00:04:00: Ja das... Ich schläge glaube ich eine schöne Brücke.
00:04:02: zur nächsten Frage, Stephan.
00:04:03: Ich gänne dich ja wie gesagt seit über fünfundzwanzig Jahren und weiß wenn du auf die dreißig Jahre zurückblickst deine beruflichen Tätigkeit wirst du nicht bei akademischen Titeln bleiben sondern sicherlich auf andere Dinge schauen.
00:04:17: deshalb freu ich dich so wenn du oft das schaunst was in den letzten jahren wirklich entstanden ist.
00:04:23: worauf bist du stolz?
00:04:25: Worauf bin ich stolz...ich bin stolz bei Dingen beteiligt gewesen zu sein, die geblieben sind.
00:04:32: Die also auch Zeiten überdauert haben.
00:04:34: O&P jetzt sitzt ein schönes Beispiel.
00:04:37: Dreizig Jahre das ist ja schon mehr als Erwachsenenalter.
00:04:41: da sind wir ja schon lange aus der Kindheit raus und auch aus der Jugendphase Und O& P existiert noch unabhängig davon ob ich jetzt Teil von O&p bin oder nicht.
00:04:50: Darauf bin ich sehr stolz.
00:04:52: Ich kann es aber auch übertragen dass sich an die Hochschule im Vorzeichen kam gab's kein Institut für Personalforschung.
00:04:58: Das habe ich auch aufgebaut.
00:05:00: tatsächlich und das existiert hoffentlich auch weiter, wenn ich dann ein paar Jahre die Professur nicht mehr ausübe.
00:05:06: Oder auch den Master Young Resources Management, den es vorher so nicht gab also einfach Dinge zu gestalten und mit beeinflussen zu dürfen, die überdauern darauf bin ich stolz.
00:05:16: und dass ist eben nicht nur auf einzelne Personen abzielt sondern da bleibt was anderen Hilfen, also wie viele Menschen bei UNP schon gearbeitet haben.
00:05:25: Welche Studierende diesen Master studiert haben und so?
00:05:27: Das darauf bin ich stolz.
00:05:29: Ich glaube wir dürfen aber kurz auch noch einmal den Oscar erwähnen der ja bei dir im Büro steht.
00:05:34: Darauf bist du ja auch stolz wenn ihr da nochmal drüber sprechen magst.
00:05:38: Das ist lieb, dass du den Oscar noch mal ansprichst.
00:05:40: Der bezieht sich ja ganz explizit auf mich und ich bin da sehr stolz darauf tatsächlich zweimal in zwei unterschiedlichen Lebenssituationen einen Oscar von meinem Team überreicht bekommen zu haben als jeweils der beste Chef.
00:05:54: so wurde das damals gezeichnet.
00:05:56: Und weil mir das jetzt zweimal gelungen ist mit zwei unterschiedliche Teams sind zwei ganz unterschiedlichen Kontexten die einzige Konstante meine Person.
00:06:03: also muss es vielleicht doch irgendwas mit mir zu tun haben.
00:06:06: Zumindest mal ist das diese übertriebene Selbstzuschreibung.
00:06:10: Das hat was mit mir zu tun und darauf bin ich stolz auch.
00:06:12: Ja,
00:06:13: sehr schön!
00:06:14: Dann mal die Frage... Was würde eine Person über dich sagen, die dich sehr gut kennt?
00:06:18: Das ist typisch Stephan Fischer oder typisch Stephan?
00:06:21: Ja Tom.
00:06:24: Irgendwas dazu einfallen Stephan.
00:06:27: Das wollen wir dann noch
00:06:28: hören.
00:06:29: Da würde ich mal sehr gespannt.
00:06:31: ist super und bringt mich ziemlich an mein Limit, weil ich gar nicht weiß was diese Person tatsächlich über mich sagen würde.
00:06:38: Aber zum Glück ist Tom ja hier im Raum!
00:06:40: Ich habe lange drüber nachgedacht und manche würden höchstwahrscheinlich einen Aspekt herausheben der ganz...der erstmal gar nicht offensichtlich ist.
00:06:50: Ich bin eigentlich immer relativ gut vorbereitet als ich mache Dinge zwar spontan auf der anderen Seite, aber mit Vorbereitung wie man sieht.
00:06:57: Ich überlege mir vorher Sachen und mir wird es auch immer schmunzeln gesagt selbst bei meinem hundertzwanzigsten Vortrag bin ich immer noch vorbereitet.
00:07:04: beim Hundertzwantigsten Mal vielleicht zeichnet mich das aus keine Ahnung höchstens.
00:07:09: wahrscheinlich gibt's noch tausend andere Sachen.
00:07:10: ich bin total gespannt was der Tom jetzt sagen wird.
00:07:13: Der kann nämlich viel mehr über mich sagen als ich selbst.
00:07:17: Also ergänzen würde ich ja tatsächlich ich halte dich Stefan für einen sehr sehr klugen strategischen Kopf mit viel Weitblick Und worauf wir noch kommen werden ist, dass du die Fähigkeit besitzt.
00:07:29: Dinge, die du dir vornimmst deine eigenen Ziele sehr konsequent zu verfolgen und auch dahin zu kommen, wo du hinkommen möchtest.
00:07:35: Schön!
00:07:36: Mich interessiert natürlich oder uns interessiert der Ursprung.
00:07:39: Wann hast Du gemerkt Menschenorganisationen-Entwicklung?
00:07:42: Das ist mein Thema ich bin mir sicher.
00:07:44: Du weißt genau das Datum sogar.
00:07:46: Ja höchstwahrscheinlich irgendwann im April.
00:07:51: Ich wollte eigentlich Meeresbiologe werden, nach dem Abitur und dachte auf das wäre doch ganz toll.
00:07:59: Und als ich mich dann ein bisschen mehr damit beschäftigt habe und mir belegt hab, naja entweder sitze ich jetzt als Biologe da und arbeite irgendwie an so Reagenzgläsern oder ich bin irgendwie mehr... Das ist alles toll aber wenig interaktiv!
00:08:12: Dann habe ich mich dann entschieden, doch ein bisschen was anderes zu studieren.
00:08:15: Ich habe dann in Marbrillen aus der neunundachtzig eine Lehrveranstaltung besucht Personalmanagement und die hat mich gecatcht.
00:08:20: Und da war klar hey das ist Inorganisationen auch im wirtschaftlichen Kontext Menschen die irgendwie zusammenarbeiten dass Das finde ich super.
00:08:29: Parallel dann Organisationstheorie gehört und da war für mich klar, dass das wird meine große Leidenschaft werden.
00:08:36: Weißt
00:08:36: du Professor eigentlich?
00:08:37: Hast du im Nachhinein mal gesagt, dass er sowas in dir entfacht
00:08:39: hat?
00:08:39: Ja, das habe ich tatsächlich.
00:08:41: dem einen von den beiden.
00:08:43: Der eine von den Beiden, der kommst du nachher auch nochmal mit den Fragen drauf, wer mich geprägt hat, war derjenige, mit dem ich auch O&P-Konzert gegründet hab.
00:08:50: Der weiß das!
00:08:51: Er weiß also diesen Funken bei mir entfachte.
00:08:55: Nachher kann ich auch ein bisschen erzählen, wie ihr das geschafft habt diesen Funken dann sogar so ein bisschen zum Feuer werden zu lassen.
00:09:01: Wären Sie schon mal ein bisschen so im Anklang über deine Qualitäten?
00:09:04: Hätte einen kluger Beobachter an dir schon als jungen Menschen ahnen können was dahinter steckt noch vielleicht bevor du selber gewusst hast oder gemerkt hast
00:09:13: also mit sehr viel Fantasie vielleicht ja tatsächlich hätte es vielleicht zwei Indikatoren gegeben.
00:09:20: der eine Indikator könnte gewesen sein.
00:09:24: Ich glaube, ich war der Einzige, der damals nach dem Abitur in dieses Poesiealbum das wir alle schreiben mussten.
00:09:32: Den Beruf reingeschrieben hat den ich jetzt am Ende des Tages auch ausgeübt habe.
00:09:39: Ich hatte damals den bescheidenen Anspruch Professor Dr.
00:09:42: Rehan Natt, Stefan Fischer hab ich da rein geschrieben tatsächlich ja!
00:09:46: Da wollte ich noch Biologe werden und also das Rehan-Natt ist es nicht geworden aber halt Rapol.
00:09:51: Also ich glaube, diese Zielstreblichkeit um dann zu sagen oh Gott das will ich jetzt machen also mache ich das jetzt auch.
00:09:57: Sonst ist es eine und ich glaube dass man an der Uni relativ schnell gemerkt hat, dass es mir gelingt Muster in Texten, Muster im Argumenten, in was auch immer zu sehen die andere nicht gesehen haben zumindest nicht in dem gleichen Maße, was potenziell auf eine bestimmte Art des Denkens hinweisen könnte.
00:10:17: Ich glaube die so Zielstreblichkeit plus kognitive Muster das hätte man früh merken können und fairerweise haben sie das auch gemerkt.
00:10:24: ich bin ja dann im dritten Semestern als wissenschaftliche Hilfskraft angesprochen worden und so.
00:10:28: also das scheint visibel gewesen zu sein.
00:10:31: Also nicht der klassische einen Moment wo dann plötzlich alles klar geworden ist was interstickt sondern ein Prozess über Mirial, Jugend und frühe Erwachsenenleben.
00:10:41: Ja also dieser eine Moment in dem dann auf einmal die Sonne aufging und alles ist gut geworden an denen kann ich mich nicht erinnern sondern eher tatsächlich so ne Abfolge von bestimmten Ereignissen die ich danach nachdrücklich als erfolgreich einschätzen würde Und die mich darin bestärkt haben dass das was ich mache A wie gesagt erfolgreich ist und B mir Spaß macht und es hat mich dann verstärkt.
00:11:05: Genau, wir haben ihn ja gerade schon etwas angeteasst dem Professor oder einen der Professoren.
00:11:10: Es gibt ja einfach Menschen immer auf dem Weg oder hoffentlich auf den Weg die an einem glauben bevor man selbst tut.
00:11:15: mich würde interessieren wer genau das bei dir war.
00:11:18: gab es jemanden der früher etwas zugetraut hat vielleicht sogar bevor du selbst ganz sicher warst wohin der weg noch geht?
00:11:24: ich hatte das große glück in meinem leben in verschiedenen lebensphasen mit ganz vielen menschen zusammen sein zu dürfen die immer sehr stark an mich geglaubt haben.
00:11:32: Als Allererstes muss ich meine Mutter erwähnen, die einfach immer diese Haltung hatte.
00:11:36: Ja ja das wirst du schon schaffen!
00:11:37: Also für meine Mutter gab es immer die Gewissheit, dass was auch immer ich als Idee hatte hat sie gesagt, das schaffst Du, das machst Du, dass wirst Du schon hinbekommen.
00:11:46: Ich hätte glaube ich keine so abstruse Idee entwickeln können, dass sie nicht gesagt hätte ne ne das schabst Du.
00:11:50: also das war eine Grundsicherheit Eine psychologische Sicherheit vielleicht auch gegeben worden ist und Grundvertrauen.
00:11:57: mit der bin ich aufgewachsen als Kind als Jugendlicher.
00:12:00: Ich habe dann in der Schule tatsächlich, das war der übergangene Bioleistungsgrußlehrer gehabt bei dem es genauso war.
00:12:08: Der hat gesagt, du willst Immobiologe werden?
00:12:10: Ja macht das.
00:12:10: und das war so ganz am Anfang.
00:12:13: Hat er auch unterrichtet in Immobiologie.
00:12:15: und dann hab ich mich da eingelesen und es sagte mir heute noch, dass ich ihm den Unterricht zerrissen hätte weil ich ihm nachgewiesen habe im Unterricht, dass er wissenschaftlich falsche Sachen unterrichtete.
00:12:29: Und ich habe das damals nicht bösartig gemacht, sondern einfach eingearbeitet.
00:12:32: Und er hat gesagt naja danach hab' ich mein Unterricht umgestellt nachdem ich das mit dir da erlebt hab und es war so eine totale Bereicherung.
00:12:39: Der hat immer gesagt hey nimm dir das vor du schaffst das ja.
00:12:42: und dann weiß ich noch von dem war der Spruch Du bist da jetzt Student Studeres sich anstrengend streng dich an ne?
00:12:47: Das war so ein Glaubensatz der mir damit gegeben hat.
00:12:51: Dann kam halt dieser besagte Professor Hans-Jörg Weidbrecht, der damals Honorarprofessor in der Uni Heidelberg war Den ich kennengelernt habe und der mich dann eigentlich begleitet hat bis zu meinem Abschluss, dann auch in die Promotion.
00:13:04: Und dann auch an die Selbstständigkeit.
00:13:06: Da hab' ich mir dann wieder den einen oder anderen als Mensch gesucht genommen, der mich geprägt hat seit es jetzt ein Business Angel Michael Bohr aber auch meine beiden Buddies sag' ich mal Markus und Tom, die mich insofern auch stark geprägte haben also dass sie mir gezeigt haben das in meinem Weggang eine große Chance gelegen hat und sie die Dinge auf eine andere Art und Weise sehr erfolgreich weiter gestaltet haben.
00:13:33: Und das hat mir einfach auch noch mal das Learning gegeben, hey du bist gar nicht so wichtig wie du vielleicht selbst glaubst und Dinge entwickeln sich wunderbar weiter auch wenn sie nicht mehr laufen wie du das vielleicht irgendwie mal ausgedacht hast und es war total super!
00:13:47: Aber wie schön Du hast alle der wichtigen Wegbereiter Deiner Wegbereitor wirklich auch noch im Leben
00:13:51: Ja, fast tatsächlich bis auf zwei.
00:13:54: Also nicht ganz zum ehrlich zu sein weder meine Mutter lebt noch Hans-Jörg Weidbrecht aber sie leben in meiner Erinnerung.
00:14:00: von daher kann ich im positivsten Sinne über alle sprechen.
00:14:04: Das ist wenn ich dir richtig verstanden habe auch ein Teil deiner Geschichte dass du die aber auch andere dir viel zugetraut haben.
00:14:12: umgekehrt hast du die Fähigkeit jetzt auch weiter gegeben anderen was zuzutrauen und bislang auch aktuell letzten Jahren für viele besonders junge Menschen zum Weg bereit geworden, für ihren eigenen Weg.
00:14:25: Das heißt du gibst Dinge zurück die du selbst erworben hast, Dinge haben sich sozusagen verändert.
00:14:30: was treibt dich an das weiterzugeben was du selbst auch erlebt und erfahren hast?
00:14:37: Es ist eine sehr gute Frage Tom vielen Dank dass du diese so stellst habe ich mich tatsächlich noch nie wirklich gefragt was mich antreibt.
00:14:44: in Vorbereitung auf diese Frage war mir klar eigentlich hat es etwas mit zurückgeben zu tun.
00:14:51: Das ist das eine, also ich habe sehr viel Unterstützung erfahren in Zeiten in der ich diese Unterstützung benötigt hab und ich halte es für entscheidend dass man wenn man sowas erfahren hat eben auch die Chance hat es anderen zurückzugeben und weiterzugeben.
00:15:06: Also von daher hat es ein bisschen was auch damit zu tun.
00:15:09: Und ich glaube, das ist so ein bisschen grundsätzlicher Ausdruck meiner Werthaltung.
00:15:12: also du weißt dass ich immer rumgelaufen bin und gesagt habe alle Menschen haben Potenzial.
00:15:17: Das ist so einen Spruch den ich auch zutiefst verinnerlicht habe, den ich total glaube und ich sehe das ganz oft auch bei Studierenden von mir, dass die Potenziale haben und dass vor allen Dingen auch manche Potenzials haben, die sich gar nicht zutrauen.
00:15:31: Es gibt ja so diejenigen, die da drin sitzen und sagen hey ich bin King Case und ich weiß das eh schon alles.
00:15:36: Und dann gibts aber auch den einen oder meistens die andere, die unglaubliches Potenzial hat, aber vielleicht ein bisschen introvertierte es sich nicht ganz so viel zutraut unter Umständen auch so ein bisschen zurückhalten da ist und die zu ermutigen und zu sehen wie sie sich über zehn, fünfzehn Jahre toll entwickeln in dem Unternehmen.
00:15:53: Das finde ich total bereichernd.
00:15:56: Kann ich nicht nur gut verstehen, sondern das teile ich ja auch aus meiner eigenen beruflichen Erfahrung.
00:16:00: Ja.
00:16:00: Das ist eines der schönsten Erfahrungen die man glaube ich machen kann Menschen ihre Entwicklung zu begleiten und zu beobachten.
00:16:07: Jetzt hast du vor dreißig Jahren aber schon gesagt Ohne wie gegründet?
00:16:10: Und wir fahren jetzt aktuell gerade das Jubiläum.
00:16:14: was bedeutet es für dich persönlich finde heute auf dass schaust was du damals gestartet
00:16:18: hast?
00:16:20: Freude also reine freute tatsächlich weil die Firma ja von Anfang an O&P-Konzalt hieß und nie irgendwie Stefan Fischer Konzult, weil das immer die Intention war was zu schaffen, was bleibt.
00:16:32: Und das ist jetzt gelungen.
00:16:34: Es gab mal in so den Achtziger Jahren eine Fernsehsendung des ATEM und da gab es diesen Spruch ich liebe es wenn ein Plan aufgeht.
00:16:41: Das war der Plan damals und ich liebe dass er aufgegangen ist und das bereitet mich wirklich mit totale Freude macht mich auch ein bisschen stolz.
00:16:51: Klar, aber stolz ist glaube ich gerade nicht die vordergründige Emotion.
00:16:55: Es ist eher die Freude dass eine Firma oder eine Organisation weitergewachsenes und entstandenes stabilisiert wurde.
00:17:05: bei denen Menschen ihre Kinder ernährt haben, die auf die Welt gekommen sind.
00:17:09: Die geheiratet haben sie sich am Scheiden lassen.
00:17:12: also alles was die normale Lebenslage und das normale Leben so mit sich bringt ist von dieser Firma begleitet worden über dreißig bis zu dreizig Jahren hinweg und das finde ich total breite mir totale Freude.
00:17:24: Du hast schon gesagt was zu schaffen was bleibt?
00:17:26: Was war aber damals wirklich der Impuls?
00:17:28: War das eine diese große unternehmerische version oder hast du auch wirklich gedacht Ich will etwas gestalten, ich will etwas verändern.
00:17:37: Ja jetzt kommt die Frage.
00:17:38: ein bisschen unangenehm für mich ist weil ich würde sehr gerne von der großen unternehmerischen Vision sprechen und von diesem unglaublichen Weitblick den ich gehabt habe und alles hat nicht gibt.
00:17:47: also stimmt leider nicht.
00:17:48: Also tatsächlich war die Firmengründung eine Kombination aus richtiger Zeitpunkt.
00:17:55: es gab die Möglichkeit dazu zu machen und dem Interesse nicht in die Sachbearbeitung eines Unternehmenseinsteigen zu müssen.
00:18:03: Also wirklich ganz eher komische Gründe.
00:18:07: fangen wir mal mit dem besseren der beiden an, der Opportunity der Möglichkeit.
00:18:10: ich war achtundzwanzig oder sowas als ich diese Idee hatte und Hans Jörg Weitbricht war acht und fünfzig glaube ich sieben zwanzig siebenfünfzig irgendwas so in die Richtung Und er hat gerade seine Vorurstandsverhandlungen damals mit Böhring am Mannheim.
00:18:25: Sie helfen mir, wenn sie sich mit mir selbstständig zusammen machen.
00:18:28: Und das war nicht die Antwort, die ja auf die Frage wie kann ich Ihnen helfen?
00:18:31: erwartet hat?
00:18:32: Hätte er mich drei Jahre früher oder vier Jahre später gefragt hätte er gar nicht die Opportunity dazu gehabt.
00:18:37: zwar einfach nur der Sweetspot diese Zeit jetzt genau, also Opportunity.
00:18:42: und das zweite war dass ich so nach der Promotion dachte auch Ich bin doch total toll und ich will jetzt aber nicht in einem tollen großen Unternehmen irgendwas Kleines machen für die Azubi-Auswahl von den Azubis in der Technik irgendwie zuständig sein.
00:18:57: Sondern ich möchte gerne große Dinge bewegen und das kann ich noch besser machen, wenn ich in einer Selbstständigkeit bin und über mich selbst bestimmen kann damals ohne wirklich unternehmerische Visionen eher so sagen können funktionieren und dann halt in dieser Hoffnung mit zehn Jahr Junior Concept.
00:19:13: also Ich würde jetzt gern was Total Tolles sagen und keine Ahnung mich in eine Reihe mit Amazon und was auch immer stellen ist aber leider überhaupt nicht der Fall.
00:19:23: Es war wirklich Opportunity und ich will das nicht
00:19:26: werden.".
00:19:26: Und daraus finde ich, deswegen bin ich sehr freudig, es ist was Tolles geworden!
00:19:29: Ich wollte
00:19:30: gerade sagen die dreißig Jahre sprechen ja dafür, deswegen...
00:19:32: Das kann nicht ganz so schlimm gewesen sein genau!
00:19:34: Ja absolut.
00:19:35: und eigentlich ist er auch ein ganz cleveres Modell.
00:19:37: Seht ihr den Junior-Prinzip?
00:19:39: Also Juju mit Energie und Erlarnen und Ansjörg mit seinen sieben, fünfzig, achten Vizier haben mich viele Verauungen in Personalbereichen und seinem Netzwerk.
00:19:47: Wie hat das in der Praxis funktioniert damals?
00:19:50: Also rückend erstaunlich gut, muss ich wirklich sagen.
00:19:53: Ich kann mich noch an die ersten Workshops erinnern, die wir gemeinsam gemacht haben damals bei einem unserer langjährigen Kunden, die es auch heute noch gibt in der Hohenlohe.
00:20:02: Die haben uns zusammen gebucht, eigentlich haben sie den Hansjörg gebucht mit seiner ganzen Erfahrung und nach dem kurzen Hallo habe ich dann zwei Tage den Workshop geleitet und moderiert.
00:20:11: Und Hansjørg hat gar nicht mehr viel gemacht außer noch ab und zu kommentiert.
00:20:15: Das fiel am Anfang gar nicht auf.
00:20:17: beziehungsweise irgendwann nach dem zweiten oder dritten Mal haben Sie gesagt so können Sie gerne auch alleine kommen?
00:20:21: Sie bräuchten denn den anderen jetzt nicht mehr mitbringen.
00:20:23: so ungefähr Und das würde ich von jetzt neben der flapsigen Bemerkung nochmal hervorheben wollen, wie unprätenziös Hans-Jörg Weidrich damals war.
00:20:33: Der mir einfach auch den Raum gelassen hat und dem vollkommen uneitel Dinge mal nicht gesagt hat weil er wusste dass ich die als Moderator sage eben dieses Raum geben und ermöglichen.
00:20:44: Das hat er super gemacht.
00:20:45: Ich weiß nicht ob er das aus einer Strategie heraus getan hat oder ob es seine Persönlichkeit war aber das hat super funktioniert
00:20:52: Eigentlich was, was ein Mente auch wirklich ausmacht oder Raum geben zurücktreten.
00:20:57: Dem anderen sozusagen die Bühne lassen und im Hintergrund aber sein Mitschliech bin schiefläuft.
00:21:03: Das
00:21:03: ist genau der Punkt.
00:21:04: also ich hatte immer diese Sicherheit dass wenn es jetzt wirklich blöd wird kann ja reinspringen was zum Glück nie der Fall war.
00:21:11: Aber ich wusste immer das.
00:21:12: wenn es passiert dann hätte ich die Unterstützung bekommen und gleichzeitig hat er Dinge nicht gesagt damit ich sie sagen kann.
00:21:21: Die Kombination wirklich ein Mentor, das war schon toll!
00:21:25: Klar wir waren ja irgendwann auch mal befreundet und die Familien kannten sich und da gab es dann schon mehr als eine reine Business-Beziehung die wir hatten.
00:21:33: aber ich finde es nicht sehr verständlich muss ich wirklich sagen.
00:21:37: Und dann habt ihr euch überlegt auch wen ihr auf dem Weg mitnehmen wollt?
00:21:40: Da hast du dieses schöne Bild, das hat sich so festgesetzt in meinem Kopf... Da hast Du dir überlegt, mit wem würde ich gerne fünf Stunden im Auto nach Bremen fahren oder so?
00:21:49: Ja, das war tatsächlich viel Jahre ein Bild, dass ich so vor Augen hatte.
00:21:55: Weil mir immer klar war in so einem relativ kleinen Team Hochleistungsteam nutzt es mir nichts wenn die fachliche Fähigkeit, die fahrliche Kompetenz da ist aber die persönlichen Fähigkeiten und die persönliche Kompaten oder die persönlicher Passung nicht da ist.
00:22:10: Und deswegen war dieses Gefühl, könnte ich mir vorstellen mit dir fünf Stunden im Auto zu sitzen und wir fahren zu einem Workshop.
00:22:17: Und sie bereiten uns da auch noch mal professionell vor.
00:22:19: aber ich habe auch noch Spaß.
00:22:21: also diese Komponente des Spaßes war damals wichtig dabei das zu machen weil wir können auch noch irgendwie quatschen irgendwie gemeinsam Musik hören oder sonst.
00:22:29: was dieser Komponenten war am Anfang für mich entscheidend.
00:22:33: Ich weiß dann dass Markus und Tom das auf eine andere Art und Weise wieder aufgegriffen haben indem Sie gesagt haben wir wollen die Firma gestalten, in der wir immer schon mal arbeiten wollten.
00:22:43: Das fand ich damals, da wär ich gerne selbst draufgekommen bin aber nicht.
00:22:46: das waren die Jungs, die sind auch darauf gekommen.
00:22:48: Das fand ich toll muss ich wirklich sagen.
00:22:50: und ob bei den Werten von O&P kam regelmäßig dieser Aspekt Spaß auch vor was vielleicht einschränken, man könnte jetzt sagen ja naja das Risiko ist aber dass du lauter Menschen aussuchst die ähnlich sind wie du.
00:23:04: Simulatomie Effekte weil je ähnlicher je homogener desto mehr Spaß hast Du.
00:23:10: dem sind wir aber tatsächlich nicht als Risikos zu sehr verfallen.
00:23:14: da sind wir natürlich auch ein bisschen Profis wenn es ums Thema Potenzial Analyse und Eignostiagnostik geht.
00:23:20: Jetzt sind Tom und ich durchaus von bestimmten Charakteristika oder versagen wir Nicht Charakteristiker, aber von Zuschreibung, Geschlechtalter, Frisur.
00:23:29: Und haben aber ganz unterschiedliche Stärken.
00:23:32: und das meine ich schon dass bei ONP super gelungen ist.
00:23:36: Menschen die gerne miteinander arbeiten und vielleicht auch auf einer persönlichen Ebene gern miteinander arbeiten in ihrer Unterschiedlichkeit die Möglichkeit haben anders draufzuschauen für Themen und das finde ich sehr bereichernd.
00:23:48: und wir beide sind das beste Beispiel.
00:23:49: ja und das macht es eigentlich aus
00:23:52: Wie ergänzt ihr beiden euch?
00:23:54: So, da müssten wir beide.
00:23:56: Ich
00:23:57: habe mal vorhin gesagt, dass Markus noch an Bord war.
00:23:59: Stephan ist sozusagen der Kopf, der Strategie, der Denker.
00:24:03: Markus macht immer das Herz der Beziehungsmensch und ich eher so ein bisschen Hormon also die treibende Kraft mit Umsetzung gegen den Sinne von.
00:24:12: wenn die beiden lange Diskussionen und gute Gespräche wieder viel Spaß hatten dachte ich immer okay jetzt müssen wir auch was umsetzen davon.
00:24:20: Aber das hat zu dritt unfassbar toll funktioniert.
00:24:23: Das war wie eine Einheit, wo sich drei Menschen mit ihren Qualitäten ergänzt und ich habe bisher gemessen.
00:24:28: Und jetzt seid ihr beide das Herz?
00:24:29: Gebt beide das Herz rein?
00:24:31: Weiß ich gar nicht so sehr!
00:24:32: Ich hab mich auch gerade gefahren... Es war immer Kopf-Herzbauch sozusagen.
00:24:35: Gerfunktionieren in der Zweierbeziehung deswegen so gut weil wir glaube ich das Herz für uns beide entdeckt haben.
00:24:40: also glaube wir sind mit Herz dabei Die Sachen miteinander zu machen, aber Herz im Sinne von Markus in die Company ist natürlich Tom.
00:24:49: Das bin ich logischerweise.
00:24:50: das habe ich auch nicht als die Rolle.
00:24:52: Aber so Kopf und Bauch funktionieren glaube ich ganz gut weil sie eben Herzen für ein Cent Schaff ich auch nie wieder den Satz
00:25:03: So, und dieser Anspruch hatte ich ja auch über O&P hinausgeführt.
00:25:06: Zurück in die Wissenschaft.
00:25:07: In den letzten Jahren bist du auf die Professur nach Vorzeigen gewechselt.
00:25:10: Leitest heute das Institut für Personalforschung und hast dir auch mit deinem Buch über Agile HR-Organisationen das Thema nochmal komplett neu gedacht?
00:25:18: Was hat dich damals zurück in die Wissenschaft gezogen und was wolltest du dort verstehen, was die Praxis dir vielleicht nicht beantwortet hat?
00:25:25: habe ich auch ein bisschen drüber nachdenken müssen.
00:25:27: Eigentlich hab' ich die Wissenschaft nie hinter mir gelassen, Ich war ja immer auch Lehrbeauftragter und noch in meiner O&P-Zeit als Geschäftsführer.
00:25:34: Immer Freitag Nachmittags hatte ich den sehr attraktiven Unterrichtsslotz.
00:25:39: Freitags, der am Institut für Soziologie der Universität Heidelberg tatsächlich belegt war was es kamen Menschen und das fand ich super.
00:25:50: aber zurückgebracht hat mich tatsächlich der Fachter Zeit.
00:25:54: Der größte Unterschied, den ich jetzt bei mir in meiner akademischen Laufbahn im Vergleich zur Beratungs- und Unternehmerischenlaufbahn wahrnehme ist.
00:26:02: Ich habe einfach viel mehr Zeit!
00:26:04: Zeit für mich, Zeit für meine Familie und vor allen Dingen eben auch inhaltlich Zeit mit Themen zu beschäftigen.
00:26:11: Auch mal tiefer zu graben als ich das als Berater tun konnte.
00:26:15: Im Zweifelsfall war es als Beratser so.
00:26:17: Ich habe mich ganz kurz vorbereitet.
00:26:19: Ich war quasi ein Kapitel vom Kunden und hab dann irgendwie performt.
00:26:24: Und wenn ich's nicht hingekriegt habe, dann habe ich irgendwie gefelkt.
00:26:28: Das hat dann funktioniert!
00:26:29: Aber Fake it till you make it, ist das nicht immer noch
00:26:32: so?
00:26:32: Doch.
00:26:32: Das ist mit Sicherheit also auch nicht dass wir es jemals praktiziert hätten bei ONP.
00:26:36: aber ich habe gehört, dass es in anderen Beratungen der Fall sein könnte und das war natürlich bei uns und bei mir genauso.
00:26:42: Und sind an der Uni oder im akademischen Kontext hast du einfach die Chance tiefer zu bohren.
00:26:47: Du kannst dich mit Themen beschäftigen Kannst dann auch nochmal wenn du feststellst ah ich bin doch nicht soweit nochmal tiefer weiterarbeiten nochmal tieverlesen nochmal nochmal das finde ich zähle bereichern muss ich sagen.
00:26:59: Das Zweite ist natürlich, ich dachte immer.
00:27:01: Ich wäre sehr selbst gesteuert in der Beratung als Unternehmer.
00:27:05: Es ist niemals selber ein Ei, wir dreißen ja dann verantwortlich.
00:27:09: Hab aber dann festgestellt naja also wenn Kundinnen und Kunden halt zu einem bestimmten Thema mich anfragen, dann beschäftige ich mich halt auch damit.
00:27:15: Und wenn die jetzt alle x wollen, dann mache ich halt x. Wäre nicht an der Uni natürlich auch y machen kann weil ich sage auch Ja, du hast das Agile angesprochen.
00:27:24: ein bisschen davor was zum Thema nachhaltiges H.A.
00:27:29: geschrieben und wenn ich Lust habe, mich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen dann mache ich das einfach!
00:27:34: Das ist eine unglaubliche Freiheit die in diesem Beruf als einmaligem finde.
00:27:40: Deine heutige Rolle als Professor aber auch deine Qualifikation als Soziologe hatte ja sozusagen immer auf der Organisationsebene oder auf die Organisationsebenen blicken lassen.
00:27:51: Wenn man jetzt nochmal zurückspringt, dreißig Jahre UNP bist du auch gestartet mit einer Potenzialdiagnostik.
00:27:56: Mit dem Blick auf Menschen und Einzelpersonen.
00:28:00: Was ist wenn Du auf die Organisationsebene blickst anders als auf die Personebene?
00:28:05: Was geht, wenn man nur auf die Organisationsebene schaut, vielleicht auch verloren oder umgekehrt und nur auf der Personebene schaut?
00:28:13: Auf der Organisationsebene?
00:28:15: Die Firma heißt ja O&P-Konzerte.
00:28:17: Ich habe
00:28:17: das auch schon mal gehört Genau
00:28:19: Und ich kann verraten Ich weiß nicht, ob das ein Geheimnis ist.
00:28:23: Es war kein Zufall, dass wir uns diesen Namen ausgedacht haben.
00:28:26: Nein Scherz bei Seite!
00:28:27: Es war eigentlich immer klar, dass es nicht Personalentwicklungsberatung sein wird.
00:28:33: Also ich muss einschränken sagen, natürlich ist es auch der Blick auf das Individuum... dem Klick auf die Verhaltensänderungen, die Kompetenzen und das Potenzial.
00:28:45: Dass das natürlich dominant war allein durch das Produkt am Anfang, die Potentialanalyse, die Eignungsdiagnostik von Individuen – das war immer schon klar!
00:28:53: Es war aber auch klar dass Individuum ohne Organisation nur die halbe Wahrheit ist.
00:28:58: jetzt muss jetzt einmal in diesem Podcast halt Verhalten und Verhältnisse fallen.
00:29:02: Ich kann natürlich auf das Verhalten von Menschen schauen, wenn ich aber die Verhältnisse in denen Menschen den Verhalten zeigen nicht betrachtet dann sehe ich halt nur das eine Auge, also das heißt nur das linke oder das rechte Auge nutze ich.
00:29:15: Und deswegen war auch klar dass ONP-Konzalt, ONP und nicht P&U-Konsult heißt weil wir gesagt haben naja Organisation ist der Rahmen des größere Ganze und p sind dann die Personen die in diesem Rahmen agieren immer diese Interaktionverhalten und Verhältnisse tatsächlich relevant.
00:29:32: Wir hatten ja ganz tolle Menschen bei O&P-Konsole, die ihr vor allen Dingen auf der P- Perspektive kommen.
00:29:37: Einer sitzt hier auch am Tisch.
00:29:39: von daher war für mich klar dass also es braucht jetzt nicht den halbwissenden Stefan, der noch ein bisschen Psychoanalyse und Psychoentwicklung für Arme macht und dann käme ich mit dem Farbenmodell oder irgendwelchen Tieren und sowas wo ich aus der Firma rausgeschmissen worden wäre sondern dann nehme ich meine Expertise und mache das oben das O-Ding.
00:29:58: Und ich würde gar nicht sagen, dass O wichtiger ist als P oder P ist wichtiger als O sondern es heißt ONP und dazu stehe ich heute noch zu hundert Prozent.
00:30:07: Ich würde wenn ich heute nochmal eine Firma zugründen hätte auch wieder eine gründen die beide Perspektiven mit berücksichtigt und finde sie immer... also Tom und ich haben ja einen gemeinsamen Scherz nämlich Coaching.
00:30:17: Das ist ja die gemeinsame Diskussion, die wir immer hatten.
00:30:20: Braucht's Coaching?
00:30:21: Und ich habe das dann immer als Toms Hobby disqualifiziert und entschuldige mich hier ganz offiziell auch in diesem Podcast, dass so mal gedacht zu haben, weil natürlich Coaching eine Persönlichkeitsentwicklung oder Darstellung auch ist – es gar keine Frage, wie wichtig es aber im Kontext von Organisationen ist.
00:30:36: Was, das ist ja der unangenehme Frage könnte vielleicht den Blick auf Organisationen verbauen verbauen vielleicht diese Tatsache, dass auch Verhältnisse im Wesentlichen durch Menschen zu gestalten sind.
00:30:50: Und natürlich kann man am Ende auch sagen, Organisationen funktionieren nur weil Menschen Personen in ihnen tätig sind und deswegen ist dann schon die Frage wenn man am ende fragt was ist wichtiger das ein oder das andere würde ich mich immer noch mit sowohl als auch rauswinden.
00:31:06: aber dieses diese Perspektive der Organisationsentwicklung Chance von Veränderungen von Menschen zu sehen.
00:31:14: Ich glaube, das könnte vielleicht ein Risiko sein, zu stark aufs Ohr zu
00:31:17: schauen.".
00:31:35: Also ich muss einschränken sagen, ich habe das nicht Tom abgegeben sondern Tom und Markus.
00:31:38: Das war es zweier Team und ich hätte das auch bei Tom getan um das nochmal deutlich zu machen.
00:31:42: aber es war Tom und Marcus Und das war für mich da gab's gar keine Diskussion.
00:31:47: Ich hab ein... also habe und hatte Aber hatte und habe auch so Unglaubliches Vertrauen zu Markus und Tom gehabt.
00:31:55: Und auch zu Tom, als Tom dann alleine war.
00:31:58: Das war nie eine Diskussion ob ich das dem Tom oder dem Markus und der Tom nicht zutraue.
00:32:03: Also von daher vertrauen-zutrauen sind alles so Dinge.
00:32:07: es gibt zu dieses Kontroll versus Vertrauensparatigma in der BWL.
00:32:12: Ich bin da zu hundert Prozent vertrauensorientiert.
00:32:15: Warum?
00:32:15: Weil Vertrauen Komplexität reduziert.
00:32:18: Vertrauen ist die Basis für eine gesunde Interaktion.
00:32:22: hätten wir immer noch gemeinsam irgendwie versuchen können, das Ruder rumzureisen.
00:32:26: Aber wenn ich jetzt zurückdenke an das Jahr zwei Tausendneuen fortfolgende, wo ich quasi dann die Verantwortung an Tom und an Markus weitergegeben habe... Ich kann mich an keine schlaflose Sekunde erinnern, die sich daraus ergeben hätte.
00:32:41: für mich tatsächlich überhaupt nicht!
00:32:43: Und das sage ich jetzt nicht, weil hier ein Mikro mitläuft sondern das sage
00:32:48: Tom, da muss ich dich natürlich fragen.
00:32:50: Du führst dir heute als Geschäftsführer einer Gesellschafta O&P?
00:32:53: Was hast du dir ganz bewusst bewahrt von den Dingen die Stefan ja eingeführt hat umgesetzt und wie er sie gehandhabt habt?
00:32:59: Und was hast du bewusst für dich weiterentwickelt?
00:33:02: Bevor ich deine beiden Fragen beantworte, muss doch noch ganz kurz auch nochmal etwas zu Stephan sagen und zurückgeben.
00:33:09: Auch nicht nur weil das Mikrofon gerade an ist, sondern weil es ernst gemeint ist.
00:33:13: Als Markus nicht das übernommen haben war es keine Selbstverständlichkeit dass sich Stefan in der Form einfach auch zurückzieht und zurückhält.
00:33:21: Und uns wirklich auch Zutrauen ins Vertrauen gibt, das Unternehmen weiterzuführen, was er aufgebaut hat.
00:33:27: Also es war immer nur Unterstützung, aber nie das, was dieser heute im Übergabeprozessen ja auch mal wiedergibt.
00:33:32: In Anfangs sagst du, daß der Alte mit reingeht und reingrätscht und den Nachfolger des Lebens schwer macht.
00:33:37: also... Auch das ist ja etwas, was ich glaube, was den Erfolg von diesem Unternehmen ausmacht.
00:33:44: Dass dieser Wechsel So gut funktioniert.
00:33:46: Was habe ich weiter geführt?
00:33:48: Ich würde nur drei Sachen anführen wollen.
00:33:50: neben vielen anderen, aber was Stefan noch nicht erwähnt hat er auch den Mut gehabt als Unternehmer eben nicht nur ein loses Netzwerk von Freelancern aufzubauen unter ONP sondern das Prinzip der Festanstellung eingeführt hat.
00:34:03: also die Menschen bei ONP haben Lohn und Brot glaube dass ist immer auch erwähnend in ihren Familien.
00:34:11: Also dieses Prinzip habe ich beibehalten auch aus der Überzeugung dass wenn du selbst ein Unternehmen fürst, selbst Verantwortung trägst, Selbstführungskraft bist ist deine eigene Art von Beratung nochmal verändert und professionalisiert.
00:34:25: Der zweite Punkt Stefan war von Anfang an jemand der das Thema wissenschaftlich Verankerung unserer Produkte- und Dienstleistungen Vordergrund gestellt hat.
00:34:34: Das ist heute noch ungebrochene Tradition.
00:34:38: Alles was wir tun hat eine theoretische Fundierung oder wird mit Hochschulen Universitäten gemeinsam entwickelt.
00:34:44: Und der dritte Schwerpunkt, so Stephan Durst schon erwähnt.
00:34:48: Du hast ja nicht Fischerkonsult genannt dieses Unternehmen sondern O&P.
00:34:52: Wir haben mit Stefan auch vor einigen Jahren einen Beratungsmodell, Unionsationsmodell mit ihm entwickelt als wissenschaftlichen Kopf.
00:34:59: wir haben es genannt People-Triven Organization wo's um Mensch und Unionsation geht, ähnlich wie in dem Namen O& P Konsult.
00:35:07: also wir haben diese Idee weiter geführt in Fundierung gebracht und daraus ein auch People-Driver Consulting entwickelt als beeignetes Beratungsmodell.
00:35:16: Was hat sich verändert?
00:35:17: Ich würde sagen, das was eben schon zu Wort kam, wir gestalten jeden Tag gemeinsam.
00:35:23: das Unternehmen in dem wir schon immer mal arbeiten wollten ist stärker den Fokus geraten.
00:35:28: Markus arbeitet seit acht Jahren nicht mehr im Unternehmen.
00:35:31: Stefan ist an der Hochschule Das heißt an die Seite von Stefan und Markus musste das Team rücken Und das Prinzip Selbstorganisation, Eigenverantwortung aber auch Beteiligung bei Entscheidungen ist glaube ich stärker geworden als gewachsen.
00:35:47: Sei ich das Unternehmen alleine für?
00:35:49: Danke schön!
00:35:50: Ich würde doch jetzt gerne mal genauer auf das Thema Potenzial schauen und das ist ja wirklich einfach dein Lebensthema.
00:35:56: Woran erkennst du Potenziale bei anderen und was es das größte Missverständnis wenn es darum geht?
00:36:02: Ich fange mal bitte zweite Frage an, wenn ich darf.
00:36:04: Das größte Missverständnis bei Potenzial ist dass man Potenzials verwechselt mit Leistung oder mit Selbstüberschätzung.
00:36:12: also nur zu sagen jemand leistet gerade sehr viel heute in einer bestimmten Situation und daraus leite ich ab, dass er oder das sie das Potenzial hat für weiteres.
00:36:24: Also diese klassische Logik die dann zum Peterprinzip führt, dass Menschen dann irgendwann mal über ihre eigenen Limits hinaus dann auch befördert werden, das halte ich für wirklich dramatisch.
00:36:34: also selbst noch im Jahr Vielleicht habt ihr es ja auch erlebt oder mitbekommen, seit vorletzten Jahr gibt's diese neue Performance-Welle im HR.
00:36:47: Also New Work dritt jetzt wieder in den Hintergrund und jetzt ist alles wieder performance oriented.
00:36:52: Seid das die Performancemessung bei der SAP?
00:36:56: Oder sei das the winning culture beim Daimler
00:36:59: usw.?
00:36:59: Also Performance zu verwechseln mit Potential halte ich für einen der größten Fehler.
00:37:04: Und das zweite, dass wenn Menschen nur selbstbewusst auftreten und sagen ja, ja.
00:37:10: Das werde ich schon alles hinbekommen, dass daraus auch Potenzial abgeleitet wird.
00:37:15: Ich glaube es ist wichtig eine gute kritische Distanz zu sich selbst zu haben und ein sehr gutes Selbstpilfremdbild im Abgleich zu haben.
00:37:22: Mancher der oder manche die ich gesehen habe, die glaubt sehr viel Potenziale zu haben hatte das am Ende nicht wirklich von daher.
00:37:29: So das sind so zwei Risiken.
00:37:31: woran erkenne ich Potenzials Tatsächlich?
00:37:36: immer noch an den alten Mustern, die wir bei O&P vor dreißig Jahren professionalisiert haben.
00:37:42: Potenzial!
00:37:43: Also erst mal ist ja die Frage was ist Potenzials überhaupt?
00:37:46: Möglicherweise sind es ja Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ich in der Zukunft noch zu entwickeln habe, die Ich heute noch gar nicht tatsächlich als Kompetenz entwickelt hab, von denen ich aber heute schon inherent bestimmte Potenzialelemente habe, wo ich sage ja wenn das dazu kommt dann kann ich dieses Potenzial entwickeln.
00:38:02: und da gehört für mich immer noch kognitives Potenzal dazu.
00:38:06: beobachtet täglich wie Menschen denken und ich beobachte auch tatsächlich täglich, wie unterschiedlich sie denken.
00:38:12: Und du merkst das wenn du dich mit Menschen über Themen unterhältst?
00:38:16: Wie unterschiedlich Sie auch argumentieren.
00:38:19: Ich kann dir direkt sagen, wenn jemand ihr deskriptiv argumentiert oder wenn auf einmal Verknüpfungen hergestellt werden die einfach zu simpel sind, wenn bestimmte Muster nicht gesehen werden.
00:38:28: also kognitives Potenzial ist das eine.
00:38:31: Und der zweite Teil den ja bei ONP immer eine hohe Relevanz hat das Potenzial, was Verhalten anbelangt.
00:38:37: Also im Umgang mit anderen und das erlebe ich auch tagtäglich dass Menschen in der Lage sind oder unterschiedliche Lage sind jetzt mal diesen Begriff der Komplexität zu bleiben in unterschiedlichen Komplexitäten auch handeln.
00:38:49: Und das Komplexitätsthema vor dreißig Jahren ja schon bei uns ein zentrales war.
00:38:54: damals eher abstrakter haben wir noch mit Globalisierung und Internationalisierung argumentiert.
00:39:00: Heute ist ja Komplexität gar nicht mehr im Alltagsgebrauch wegzudenken.
00:39:04: Und von daher sind die alten Muster, es sind die Altenmuster, die ich auch jetzt noch wieder sehe und die ich jetzt übertragen kann und von daher nutze ich sie immer sehr gerne.
00:39:16: Tom du bist ja heute in vielen Unternehmen unterwegs genau an dieser Schnittstelle.
00:39:20: wo wird Potenzial aus deiner Sicht am häufigsten verschenkt?
00:39:23: bei Menschen in Strukturen oder auch in der Führung?
00:39:26: Mir hat das eine gute Frage.
00:39:29: Knümpfe mal an dem, an was Stefan gerade gesagt hat.
00:39:32: In der Tat glaube ich auch dass Kommunikationsstarke und Selbstdarsteller häufig in ihrem Potenzial immer noch überschätzt werden.
00:39:41: Und das ruhige Menschen unerfällige tendenziell eher unterschätzten werden.
00:39:45: Stephan hat vorhin von Intrivitäten gesprochen.
00:39:48: Ich glaube er potenzial entdecken und menschenmütig wachsen sehen möchte Der muss potenziale messen alles eben nicht nur aus aktuellen oder aus dem biografischen Teil ablesbar ist, es braucht andere Messmethoden und man muss Menschen auch eine Chance geben ihr Potenzial auch zu entfalten.
00:40:07: Bei Strukturen würde ich sagen neben dem was Stephan schon gesagt hat der geistige Vater unseres Potentialinterviews.
00:40:15: Opus Elliot Jakes und seine Idee der Requisite Organization inspiriert nicht heute noch für die Personalentwicklung also Strukturinnen Organisationen zu schaffen in denen auf der einen Seite die unterschiedlich komplexen Anforderungen an Rollen geklärt werden.
00:40:33: Die sind nicht alle gleich, die unterscheiden sich in Komplexität, Stephan hat es angesprochen und du hast unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Potentialen.
00:40:40: Nicht alle haben das Potenzial UN-Generalsekretär zu werden und müssten es auch nicht haben.
00:40:45: Die Aufgabe der Personalentwicklung ist Strukturen zu schaffen, Prozesse, den sie ermöglicht, Menschen mit ihren Potentials, mit ihren Qualitäten an die richtige Stelle in der Ongstation zu bringen, sodass die Komplexität aufeinander passt und Menschen ihre optimale Leistung bringen können.
00:41:03: Und auf das Thema Führung... Also ganz ehrlich!
00:41:06: Das ist was mich immer noch auf deiner Seite faszinierbar erschreckt weil seit Jahrzehnten sind die Lehrbücher voll wenn es um das ThemaFührungen geht dass man eigentlich nicht immer den gleichen Fehler machen sollte aus dem besten Fachspezialisten Führungskräfte zu machen, aber es wird immer noch getan Und ich halte das wirklich für verschenkte Potenzialunmöglichkeiten und Organisationen frühzeitig darüber nachzudenken, wen wollen wir eigentlich in Führung bringen?
00:41:36: Um einen wirklich guten Fachspezialisten nicht zu verlieren oder eine schlechte Führungskraft hinzuzugewinnen.
00:41:41: Ich glaube diese Frage gut und professionell zu beantworten ist auf der Führungebene für mich das Essenzielle.
00:41:48: Aber das ist ja wahrscheinlich auch ein großes Thema Kommunikation innerhalb des Unternehmens.
00:41:52: Man erwartet als Führungskraftler eine gute Leistung oder als Mitarbeiter, wenn man eine gute Leistung abliefert, dass man irgendwann befördert wird.
00:42:00: Ich glaube, da muss man sehr feinfühlig kommunizieren.
00:42:03: Welchen Einfluss habt ihr denn in diesen Bereichen?
00:42:06: Ja
00:42:06: unbedingt, du hast völlig recht!
00:42:12: Als Fehler oder als Mangel in den Organisationen Premier sehen wollen, es gibt gute Gründe warum man das tut.
00:42:17: Wir haben auch Unternehmen begleitet.
00:42:19: ein guter Freund von mir ist Geschäftsführer.
00:42:22: der hat vor fünfzehn Jahren Unternehmen übernommen mit siebzig Mitarbeitenden und hat aufgebaut zu einen tausend siebenhundert Mitarbeitende.
00:42:30: Seine Weggefährten die zu Anbeginn sozusagen ihn begleitete haben Sie natürlich auch mit er dann in die Geschäftsfühlung gewandert Und das ging gut weil er dort wirklich auch Potenzialträger mitgenommen hat.
00:42:42: Aber er hätte auch einen Fehler machen können, indem es dann sozusagen einfach die Leute irgendwann überfordert sind mit der Rolle.
00:42:47: Also ja, es gibt gute Gründe und man muss es sehr feinfühlig tun.
00:42:50: Menschen, die Leistung bringen und auch fachlich Einfachzente setzen Patente in Organisationen bringen Fachtlich einfach eine Expertise bringen, die andere nicht haben sind von unschätzbarem Wert.
00:43:01: Ob sie deswegen war automatisch die bissere Führungskraftseinbarkeit zu bezweifeln Und die ganzen Erfahrungen nicht unter den letzten dreißig Jahre zeigen dass man aus meiner Sicht Beiden eine Entwicklungsmöglichkeit aufzeigen sollte.
00:43:14: Wenn es halt nur Führung gibt als Führungslaufbahnorganisation, wollen natürlich alle Führerskraftwerden weiterzukommen.
00:43:20: Also man muss die Dinge differenzierter betrachten aus meiner
00:43:22: Sicht.
00:43:22: Danke schön!
00:43:23: Ja Stefan dann würde ich dir den Bald je noch mal zuwürfen wollen.
00:43:26: du hast schon... ...zwei-tausend elf über Potentialmanagement als Wettbewerbsvorteil geschrieben und wenn ich jetzt richtig gerechnet habe das ist auch schon der fünfzehn Jahre her.
00:43:36: mein Lieber zu diesem Podcast Was hat sich seitdem am meisten verändert aus deiner Sicht und was hat sich überraschend wenig verändert beim Thema Potentialmanagement?
00:43:46: Am wenigsten hat sich die Relevanz verändert.
00:43:48: Ich glaube, dass das Thema heute noch genauso relevant ist oder vielleicht sogar noch relevanter als vor fünfzehn Jahren weil Potenzial-Management ja immer eine Zukunftsorientierung impliziert nämlich, dass ich mich mit der Zukunft von Menschen und von Organisationen beschäftige, nämlich deren Potenziale sind wir die Zukunftsperspektive.
00:44:08: Die Zukunftsperspektive wird immer noch relevanter, je unsicherer diese Zukunft ist.
00:44:12: und
00:44:13: damit
00:44:13: kommt als zweites konstantes das Thema der Komplexität.
00:44:17: was damals ich fand du hast jetzt Jax angesprochen.
00:44:21: Ich fand es ein spannendes intellektuelles Konstrukt und das war auch durchaus plausibel.
00:44:25: aber ich weiß auch nur in der Anfangszeit also wir das erste mal diese Konzepte beim Kunden präsentiert haben war Komplexität schon eher ein sperriger Begriff und den haben wir gerne nochmal mit Ambiguitätstoleranz dann ausgemalt.
00:44:39: Und das hat nicht wirklich geholfen, um das dann zu erklären heute ist Komplexkeit eigentlich in no-brainer.
00:44:46: Das
00:44:47: muss man niemand mehr erklären dass Komplexitäten eine Ruhe relevant sind.
00:44:51: also das ist tatsächlich finde ich alles geblieben.
00:44:53: Ich finde auch dass diese Grundlogik dieser Ereignungsdiagnostik auf Individuen und auf Organisationen mit Komplexitet zu schauen younger than ever, wenn könnte man jetzt hier irgendwie zitieren.
00:45:04: Das ist genauso aktuell wie vor dreißig Jahren.
00:45:07: was sich geändert hat sind die Muster des Umgangs mit Komplexität.
00:45:13: als wir damals losgelegt haben war es eher so dass wir das Individuum auch in der Ereignungsdiagnostik stark einen Vordergrund gestellt haben und gesagt haben hey die Person hat jetzt ein bestimmtes Potenzial und das braucht's auch für irgendwelche Aufgaben davon überzeugt, dass in der höheren gestiegenen Komplexität die wir jetzt nun im Vergleich zu vor dreißig Jahren auch erleben viel mehr kollektive Lösungsmuster, Netzwerklösungen, Teamlösungen.
00:45:40: Vielleicht auch verteilte Führungsaufgaben, verteilten Rollen.
00:45:44: Dass diese Lösungsansätze, dass sie sich einfach erinnern und wir finden das viel häufiger als zu glauben es gibt The One Man oder The One Woman was vielleicht vor dreißig Jahren noch so ein bisschen eine Suggestion war.
00:45:55: Wenn wir schon jemandem finden mit dem geeigneten Potenzial dann wird er oder wird Sie's schon richten.
00:46:01: Da würde ich heute sagen, das glaube ich nicht mehr so richtig.
00:46:05: Das sind wir schon deutlich im postheroischen Bereich angekommen und da sehen wir auch, dass Netzwerke auszubilden natürlich eine große Rolle spielt.
00:46:13: Dass es darum geht, dass wir vielleicht Komplexität aufteilen, verschiedene Rollen damit ausrichten hat sich dramatisch verändert.
00:46:23: Was braucht es wirklich ganz konkret, damit sich Potenzial entfalten kann?
00:46:26: Ist das immer so wie bei dir mit deiner ersten Wegbereiterin, deiner Mutter die einfach immer an dich geglaubt hat.
00:46:32: Egal welche Idee du hattest oder ist das bei jeder Person doch unterschiedlich?
00:46:36: Also höchstwahrscheinlich gibt's schon bei jeder Personen unterschiedliche Elemente.
00:46:40: ich bin aber davon überzeugt dass die beiden wesentlichen Begriffe Mit Vertrauen und Ermöglichung irgendwie beschrieben werden können.
00:46:49: also habe Ich Das vertrauen Mit in der Interaktion, Vertrauen andere mir beispielsweise.
00:46:56: Zum Beispiel vertraut mir Hansdirk Weidbrecht das ich von einem Workshop gut hinbekomme.
00:47:01: Vertrau' ich Tom und Markus dass die das mit O&P gut hinbekommen.
00:47:05: Trau' ich mir das auch zu.
00:47:07: also zutrauen ist glaube ich noch mal ein wichtiges Thema.
00:47:10: Trauen die beiden Jungs sich das zu.
00:47:12: Also dieses ganze Thema Vertrauen halte ich für ganz entscheidend plus Möglichkeit und Ermöglichung.
00:47:19: Also tatsächlich habe ich die Möglichkeit, in einem bestimmten Kontext eine Herausforderung zu kommen, in der ich lernen kann.
00:47:26: Wir hatten damals immer unterstützte geziehte Überforderungen dazu gesagt.
00:47:30: also sobald ich halt immer nur in meiner Komfortzone bleibe... Ich mache das was ich immer schon gut kann dann werde ich das höchstens wahrscheinlich auch weitergut können.
00:47:38: ob sich mein Potenzial aber da entwickelt würde ich mal ein Fragezeichen machen und Tom hat es vorher sehr schön beschrieben mit dem Mentor und diese Bewusstsein hätte ich den Workshop nicht hinbekommen, hätte Hansjörg mir geholfen.
00:47:51: Also das Wasser muss schon kalt sein aber es darf mich nicht erfrieren.
00:47:56: sozusagen muss quasi unterstützt werden wenn's nicht geht.
00:47:58: also von daher Potenzial entwickelt sich dann wenn ich im Rahmen von Möglichkeiten die Chance habe zu lernen vorausgesetzt Ich hab' das Potenziale dazu und ich traue es mir auch zu und andere trauen sie mir auch Zu.
00:48:11: Also von daher glaube ich dass das eine Kombination ist aus individuellen Komponenten Müttern, Vätern, Freunden, Mentoren wäre auch immer anderen Menschen die an mich glauben.
00:48:22: Auch selbst an mich.
00:48:23: Das ist also ich als Person und halt diesen Möglichkeiten.
00:48:26: Und dann habe ich durchaus die Chance Potenzial zu entwickeln.
00:48:29: Sehr schön!
00:48:31: Ja der Untertitel dieser ersten Folge könnte ja damit sein was Menschen eigentlich wachsen lässt.
00:48:36: Jetzt hast du schon viel dazu gesagt.
00:48:39: auch sage ich mal individuell aus deiner Sicht auch als Wissenschaftler Wenn du nochmal auf die selber schaust, du hast ja schon einige Komponenten.
00:48:48: Ja und Hansjörg als dein Mentor was würdest du sagen?
00:48:51: Was hat dich wachsen lassen?
00:48:53: Gibt es noch andere Dinge, die dich auf diesem Weg begleitet haben und deine Entwicklung unterstützt haben?
00:49:05: Relativ gute Chance, mein eigenes Verhalten in einer bestimmten Situation auch immer wieder so zu analysieren dass ich einen Schritt raus treten kann und mich dabei beobachten kann was ich hier gerade tue gleichzeitig auch zu sehen wie die Reaktion des Umfelds darauf ist was ich gerade tu.
00:49:24: also ich kann tatsächlich relativ gut auch auf der zweiten Ebene, mein Verhalten auf der ersten Ebene beobachten und meinen Verhalten dann adaptieren.
00:49:32: Und feststellen wenn ich das so und so mache also näher ans Mikrofon beispielsweise ran gehe oder weiter weggehen dann führt es zu einer Reaktion.
00:49:39: und da habe ich auf einmal ein Muster bei dem ich mehr nicken bekomme und bei dem es positiver ist und dann verstärkt sich das.
00:49:45: Ich glaube diese Fähigkeit in der Situation also in diesem Möglichkeiten Raum verschiedenes Verhalten zu zeigen und zu sehen welches Verhalten führt zu welcher Wirksamkeit und das dann so verstärken ist, glaube ich eine Fähigkeit.
00:49:59: Da kann ich nichts dafür.
00:50:00: Das ist einfach ein Muster dass sich irgendwie mal festgestellt hat, dass es ganz hilfreich ist und das nutze ich auch.
00:50:06: Ist das bei dir manchmal auch ein Gefühl?
00:50:07: Auch wenn du auf andere schaust und Potenziale erkennst fühlst du das manchmal auch direkt, wenn dir ein Mensch gegenüber steht?
00:50:14: Jetzt
00:50:15: bin ich der Kopf in der Dreierbeziehung also von daher wäre es ja ziemlich komisch für mich von fühlen.
00:50:21: Es ist tatsächlich eher eine kognitive soziale Fähigkeit.
00:50:27: Also ich glaube eher, dass sich beobachte wie Menschen in Interaktionsbeziehungen sich verhalten.
00:50:32: Ich habe auch ein ganz gutes Gefühl dafür tatsächlich ob es denen gerade gut geht oder nicht.
00:50:37: aber dann ist es eher die kognitiven Verarbeitung zu sagen was müsste ich jetzt beispielsweise verändern in der Situation damit's den anderen besser geht?
00:50:44: Ich gebe dir ein ganz simples Beispiel.
00:50:47: Jetzt habe ich ja Rollenbeding, Tom hat es schon mal angesprochen so einen klassischen neunzig Minuten Tag.
00:50:51: Das heißt ich kann neunzig Minuten am Stück reden und dann sitzen mir Studierende gegenüber und ich sehe dann so schon wie deren Reaktion ist und ich beobachte mich dabei wie in der Vorlesung jetzt diese Vorlesungen halte Wie die Studierenden darauf reagieren und dann ändere ich einfach mein Muster Ich gehe auf die zu, ich mache auf einmal Pausen.
00:51:09: Ich schreibe mal irgendeinen Schwachsinn an die Tafeln oder damit ich was anderes gemacht habe um das Muster zu unterbrechen und dann sehe ich ob ich die mehr bekomme oder nicht.
00:51:17: wenn ich sie nicht bekommen mache ich etwas anderes.
00:51:18: und es ist schon dieses Beobachten.
00:51:21: nur den geht's jetzt gerade nicht so gut aber eher nicht so nach dem Motto ich spüre jetzt dass es dir nicht sogut geht sondern ich beobachte es und analysiere das tatsächlich.
00:51:30: Spannend!
00:51:31: Ich finde aber, das ist eine sehr schöne Überleitung zu unserem letzten Teil des Gesprächs und wir haben so einen schönen Titel dem gegeben.
00:51:38: Briefe an früher, Steffer!
00:51:41: Wenn du dem Stefan Fischer von damals also dem Gründer von ONP heute einen Satz mitgeben könntest... Welcher wäre das?
00:51:48: Also ich fand die Frage super wenn ich das erstmal sagen darf.
00:51:51: Ich habe es total gefeiert als ich's gesehen habe.
00:51:54: Ich habe zwei Sätze gehabt.
00:51:56: Der erste Satz, der spontan war, macht genau alles wieder so wie es bisher war.
00:52:00: Ich würde nichts anderes machen wenn ich jetzt nur den Stephan Fischer nehmen würde, der diese Firma gegründet hat weil hättest du mir vor dreißig Jahren gesagt dass ich jetzt mit dir euch hier sitzen darf?
00:52:10: Ich hätte es gekauft.
00:52:11: also von daher das war der Erste Satz.
00:52:13: und dann dachte ich vielleicht ein bisschen dünn und hab dann nochmal gesagt ich würde mich noch mal mehr verstärken und sagen Unternehmer heißt Dinge zu unternehmen nicht zu unterlassen Und Unternehmer heißt eben auch, von anderen nur das zu verlangen was du selbst bereit bist vorherzugeben.
00:52:29: Ich verlange also gerade aktuelle Diskussion Wasser und Wein da hatten wir jetzt ja gerade gesellschaftlich dass ich würde nie von irgendjemandem etwas verlangt was ich nicht vorher selbst bereit gewesen wäre zu geben und ich glaube das ist eine hohe Form von Legitimation ausgelöst hat und Legitimate in einer Rolle wirksam zu sein.
00:52:48: und dann hätte ich dem Stefan vor dreißig Jahren gesagt hey glaub dran es funktioniert Das gibt eine hohe Authentizität.
00:52:55: Macht das so, bleibt authentisch?
00:52:57: Zumindest der erste Teil einer Antwort wirst du gar nicht alleine.
00:53:00: Es haben auch schon andere begundene Persönlichkeiten was ähnliches gesagt.
00:53:04: zum Beispiel Marlene Dietrich hat gesagt okay ich würde die gleichen Fehler machen in meinem Leben nochmal nur etwas früher damit ich mehr davon habe.
00:53:13: Wollt ihr
00:53:13: nämlich einen rose Rosen bekommen dann?
00:53:18: Stephan, was hast du den dreißig Jahren über Menschen gelernt?
00:53:21: das ich am meisten überrascht hat?
00:53:23: Am meisten überraschte also hat mich im negativen Sinne.
00:53:29: Ich habe die Frage tatsächlich beim Nachdenken eher negativ.
00:53:33: Die Dummheit von vielen menschen Was macht Orientierung anbelangt was vergleich Anbelang mein schäufe hin ist größer als deins diese eigentlich idiotische Kombination von Sach- und Beziehungsebene, also dass es auch im Jahr zwanzigzehnt sein kann.
00:53:52: Dass ich wenn ich ein sachliches Argument habe das nicht dem Argument des anderen entspricht der auf der Beziehungsebene reagiert und sagt er will mich nicht, er mag mich nicht gerade in so Organisationen Dinge, die ja nun wirklich nicht Atomphysik sind.
00:54:08: Das ist auch nicht eine neue Erkenntnis aber diese Zwischenmenschlichten Muster, die scheinen so ein bisschen zu sein wie vor Zehntausend Jahren als du halt den größeren Säbelzahnzieger nach Hause geschleppt hast als ich und dann denkt... Das fand ich dieses archaische Vergleichsding, dass wir das heute noch in Organisationen so stark haben.
00:54:28: Auch wenn die Methoden elaborierter sind.
00:54:30: aber der Grundmechanismus finde ich total... Dass wir jetzt nicht geschafft haben weiterzukommen?
00:54:36: Ich könnte jetzt noch ein bisschen was vom Thema Kriege und so erzählen.
00:54:38: Was passt hier nicht in den Podcast rein?
00:54:40: Aber also auch Konfliktlösungsmechanismen, dass sich die nicht weiterentwickelt haben Es lässt mich immer kopfschüttelnd und erstaunt zurück Und ich kann es eigentlich nicht wirklich glauben.
00:54:51: Das kann ich gut nachvollziehen, als wir beide kennen Claire Graves und seine Grundlagen, die dann auch weitergeführt worden sind in Spiel Dynamics.
00:55:00: Wo man sich eigentlich wünscht ist gäbe eine tatsächlich spiralfirmen Gewaltentwicklung der Menschheit.
00:55:05: aber manchmal darf man daran zu beeifeln.
00:55:09: Woran wir nicht zweifen?
00:55:10: Ist das ganze Thema Potenzial?
00:55:12: Ich glaube daran glauben wir beide.
00:55:13: Und wenn jemand heute am Anfang steht Wir haben ja auch von jungen Menschen gesprochen gerade in der ersten Verantwortung vielleicht auch hineinwächst Vielleicht noch gar nicht genau weiß, wohin der Weg führt.
00:55:24: Aber spürt Mensch da ist was, was ich bewegen möchte?
00:55:27: Ich will weiterkommen!
00:55:28: Was würdest du diesen jungen Menschen mitgehen nach Fuchskräften?
00:55:33: Glauben dich... Also das ist der erste Punkt.
00:55:36: Glaub an dich und such dir Leute die auch an dich glauben und die dich unterstützen ganz zu tiefst Und warte nicht darauf, dass du gefunden bist.
00:55:44: Sondern geh auf die Leute zu.
00:55:45: Also all die Mentoren, die ich da jetzt vorhin genannt habe, die kamen nicht auf mich zu sondern ich bin auf sie zugegangen und das war ein überraschender Effekt für die aber es war super.
00:55:56: also von daher glaub an dich!
00:55:57: Und die zweite Botschaft, die Ich gerne vermitteln wollen würde ist wenn Du... ich bin ja jetzt in der BWL-Fakultät oder Business Cool.
00:56:05: Wenn du an deine Zukunft denkst, denkt bitte nicht nur an Bosch und Daimler.
00:56:09: Das sind tolle Unternehmen und alle anderen Großen auch.
00:56:12: aber wir haben einen tollen Mittelstand Und das braucht es auch.
00:56:16: Die haben auch ganz tolle Jobs und wir brauchen Gründerinnen und Gründern, also gründet Firmen, probiert's aus.
00:56:22: Meine Studie ist die Master, die sind ja irgendwie vierundzwanzig, fünfundzwanziger und dann sagen ich habe keine Erfahrungen, da hab' ich auch nicht gehabt.
00:56:29: Dann sucht halt jemand mit Erfahrung.
00:56:31: Jaa!
00:56:31: Und die Sozialleistungen und die Urlaubstage und so... Also ich finde wir sind in so einem System, manche sind im System eingebettet, dass dieser Ausbruch ... Ich mach mich jetzt selbstständig und wenn ich mal pleite gehe, ist in den letzten zwanzig Pleite gegangen.
00:56:45: So what?
00:56:47: Also wenn ich es intelligent mache, ich will natürlich nicht dass jemand dann irgendwie ein Leben lang Schwierigkeiten hat.
00:56:52: also glaubt an dich such dir Leute und sei mutig und denk über das normale Muster der großen Anstellung auch vorhin aus.
00:56:59: Sehr schön.
00:57:00: Ich finde, das ist eine wunderbare Überleitung.
00:57:03: ja zu unserem Highlight zum Schluss!
00:57:05: Wir haben nämlich Reflexionskartentor.
00:57:07: Erzähl doch mal was hat es damit auf sich?
00:57:09: Ja, dreißig Jahre ONP wir haben uns ein kleines Giveaway für unsere Kunden überlegt mit dreizig Karten.
00:57:16: Auf der einen Seite sind Fotos die wir alle selbst gemacht haben also wirklich alles das Team selbst und dreizig unserer liebsten Reflexion Fragen.
00:57:25: die werden Workshops oder Trainings verwenden Und jede unserer Podcast-Gäste bekommt natürlich auch eine dieser Mappen mit diesen dreißig Fragen.
00:57:34: Normalerweise haben wir geplant, Jessica, du und ich, dass eigentlich unsere Podcastgäste die Karte selber bei Zufall auswählen dürfen.
00:57:44: Darf ich jetzt die Karten ziehen?
00:57:45: Nein,
00:57:45: Stefan!
00:57:46: Du wirst der Erste sein aber auch der Letzte, dem ich eine aussuche.
00:57:50: Ich habe mir erlaubt weil wir uns seit zwanzig Jahren kennen eine für dich zu ziehen.
00:57:55: Also das Besondere zum Einstieg.
00:57:58: Genau,
00:57:59: so besonders bin ich ja gar nicht.
00:58:00: von daher weiß ich nicht ob ich das wirklich annehmen kann.
00:58:03: aber ich freue mich sehr Tom!
00:58:04: Ich bin auch sehr gespannt welche Karte du für mich jetzt ausgewitzt
00:58:07: hast.
00:58:07: Richtig und ich habe mir herausgesucht ohne zu wissen was jetzt genau heute alles zusammen kommt.
00:58:11: dann antworten da.
00:58:12: aber ich glaube wir können es lange genug dass sich so ein bisschen eine kleine Idee hatte ob die Karte ganz gut dazu passt.
00:58:18: Interessanterweise ist noch eine Karte mit einem Foto dass Markus gemacht hat mit diesen Playmobil-Figuren, wenn du dich noch reinhast was ein Billkin geschossen hat.
00:58:27: Von da habe ich gedacht das ist die richtige Karte.
00:58:29: Unbedingt!
00:58:31: Die Frage an dich... Was wolltest du früher einmal werden und was hat das mit dir heute noch zu tun?
00:58:37: Gab es einen Kindheitsberufswunsch?
00:58:40: jetzt irgendwas wo du sagst das wollte ich immer mal werden also jetzt nicht der Frühe der schon wusste dass er Professor wird.
00:58:46: Da bezahlte sie dann auf Waren zurück.
00:58:49: Also Die Standard Antwort war natürlich, dass ich immer Cowboy werden wollte ganz früher weil die Indianer haben immer verloren und ich wollte nicht verlieren.
00:58:58: Und dieses Muster... habe ich jetzt mit Augenzwinkern gesagt, hat sich durchgezogen auch im Sport.
00:59:04: Eine Leistungssport-Tierstelle ist.
00:59:06: da wollte ich auch nicht verlieren obwohl ich nie der Beste war.
00:59:09: Ich glaube ich wollte mich verlieren, irgendwie das glaube ich schon so eine kleine Tricke.
00:59:14: Nicht dass ich jetzt total kompetitiv wäre und alles immer gewinnen müsste aber du kennst mich auch gut genug, dass ich Entwaser lieber auf dem Protest stehe als dass ich den Fokal übergebe.
00:59:26: Immunbiologe werden, aber das ist dann schon ein bisschen zu spät.
00:59:30: Also während du überlegst... Das war unsere erste Tischtennisbegegnung die ich mit Stefan hatte.
00:59:36: Ich großmäulich gedacht, ich kann ganz gut Tischtenn spielen!
00:59:39: Er hat den Tischtennsblatt bei sich in der Garage stehen und ich dann her so ganz gewieft aufschlag.
00:59:45: Stefan hat ganz brav ein paar mal rückspielen und dann spielte er das aus weil ich glaube da ist es eine badischen Liga oder noch höher gespielt.
00:59:52: Einmal kurz richtig tischtern ist mit mir, mir flogen die Pelle um die... So viel zum Thema Kompetitiv.
00:59:59: Ich habe es sofort bebegneigt, ich kann nicht.
01:00:02: Bei
01:00:02: dem hast du ja auch nie wieder miteinander gespielt.
01:00:04: oder hast du es mal probiert?
01:00:05: Wir haben noch einmal zusammen mit so einem Gespräch... Rundlauf in Mannheim!
01:00:11: Damals im Durisentag aber ich war Gehandicap weil ich als Einziger nur ein Buch abbekomme.
01:00:16: Und
01:00:17: du hast trotzdem gewonnen?
01:00:19: Ja das weiß ich nicht mehr.
01:00:21: auf jeden Fall, dass es sehr Spaß gewesen ist.
01:00:23: Ich könnte die Frage aber vielleicht noch mal anders beantworten, gar nicht.
01:00:27: Du hast mich ja gefragt was wollte ich werden?
01:00:30: Habe ich ja jetzt gleich einmal mit einer Art Berufsorientierung wie Indiana beantwortet.
01:00:35: Ich wollt immer authentisch werden ehrlich und authentisch!
01:00:46: so passiert, das muss nicht immer wertschätzen sein.
01:00:50: Aber man weiß woher man ist.
01:00:53: Also ich glaube dass war mir auch als Kind schon immer wichtig als Jugendlicher.
01:00:56: Ich habe auch einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitsin der mich auch als Kind durchaus auch mal in schwierige Situationen mit älteren Schülerinnen und Schülern, vor allem Schülernen gebracht hat.
01:01:07: Wenn ich dann gedacht habe, ich muss da jetzt jemandem jüngeren helfen oder so.
01:01:10: Und das merke ich auch.
01:01:11: Das passiert auch heute noch.
01:01:13: Ich kann manchmal nicht die Klappe halten wo es vielleicht politisch intelligenter wäre, die Knappe zu halten weil es irgendwie ... Es wäre nicht authentisch wenn ich das machen würde und es wäre auch ungerecht, wenn ich bestimmte Dinge... Also wenn du mich gefragt hättest Damals hätte ich es so nicht verbalisieren können, aber ich glaube sowas Ähnliches hätte ich geantwortet.
01:01:30: Vielen Dank!
01:01:31: Nicht verbiegen müssen.
01:01:32: Sehr schön.
01:01:33: Was für ein schöner Abschluss ehrlich und authentisch und dieses Gefühl hat man bei dir?
01:01:37: Vielen vielen dank dass du unser allererster Gast warst Stefan in auf Temperatur.
01:01:43: Das zeigt, glaube ich sehr gut was dieser Titel bedeutet.
01:01:45: Auf Temperatur kommt niemand alleine.
01:01:47: Es braucht Zeit es brauchen auf jeden Fall die richtigen Menschen und auch manchmal jemand der einfach an einen glaubt wenn man selber noch gar nicht weiß was für ein Potenzial in einem steckt.
01:01:55: also vielen Dank dass wir heute bei dir sein durften.
01:01:57: das war eine absolute Bereicherung.
01:01:59: ein wunderbarer Start war sehr schön dich känze lernt.
01:02:01: vielen dank.
01:02:01: herzlichen dank dass ich da sein durfte.
01:02:03: ja das würde ich gerne noch dich auch noch gerne ergänzen.
01:02:09: Als Jessica mich gefragt hatte, also beschlossen hat, dass wir zusammen Podcast machen mit wem ihr unseren Podcast starten musste ich ehrlich gesagt.
01:02:17: Nicht eine Sekunde drüber nachdenken wird.
01:02:18: es sein wird.
01:02:19: von daher auch ich möchte dir ganz herzlich danken für deinen Blick auf Potenzial ein Thema das uns beide sehr bewegt und verbindet aber auch für fünfundzwanzig Jahre gemeinsame Zusammenarbeit in ganz unterschiedlichen Rollen und vor allem um das mir das wichtigste die über Steffan für deine langjährige Freundschaft.
01:02:38: Vielen Dank, dass du da bist.
01:02:40: Danke dir, Tom!
01:02:41: Das gebe ich von Herzen zurück.
01:02:43: Sehr schön, Tom auch von mir.
01:02:45: Vielen Dank für diesen grandiosen Start.
01:02:47: Es hat viel Spaß gemacht und ich freue mich auf viele weitere Folgen.
01:02:51: Wenn euch die Folge gefallen hat, dann liket sie, kommentiert sie, empfiehlt sie weiter und erzählt uns gerne von eurem Potenzialgeschichten.
01:02:59: Genau, bis dahin schaut genau hin.
01:03:01: in Menschen steckt
01:03:02: oft mehr
01:03:03: als man auf den ersten
01:03:04: Blick sieht.
01:03:05: Also bleibt auf Temperatur und wir freuen uns bis zum nächsten
01:03:08: Mal.
01:03:08: Tschüss!
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